LIBOR
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →LIBOR: Die "London Interbank Offered Rate" (LIBOR) ist ein wichtiger Referenzzinssatz, der unter Banken weltweit verwendet wird, um Kredite mit variablen Zinssätzen zu berechnen. Der LIBOR basiert auf den täglichen Einreichungen der bedeutendsten internationalen Banken beim British Bankers' Association in London. Diese Banken werden gebeten, ihre aktuellen Zinssätze für verschiedene Währungen und Laufzeiten anzugeben. Der LIBOR wird normalerweise für Laufzeiten von einem Tag bis zu einem Jahr berechnet und in verschiedenen Währungen wie dem US-Dollar, Euro, britischem Pfund, japanischem Yen und Schweizer Franken angeboten. Er wird sowohl für unbesicherte als auch für besicherte Kredite verwendet. Der LIBOR hat eine hohe Bedeutung für den globalen Finanzmarkt. Er dient als maßgeblicher Zinssatz für Finanzinstrumente wie Kredite, Anleihen, Derivate und Hypotheken. Darüber hinaus beeinflusst er die Berechnung von Zinssätzen für Swaps, Optionen und andere spekulative Finanzinstrumente. Die Veröffentlichung des LIBOR erfolgt täglich um 11:00 Uhr Greenwich Mean Time (GMT). Die Banken geben ihre Zinssätze bekannt und die British Bankers' Association berechnet daraus als Durchschnittswert den LIBOR für jeden angegebenen Zeitraum. Es ist wichtig zu beachten, dass der LIBOR aufgrund von Skandalen, die die Zuverlässigkeit seiner Berechnung in Frage gestellt haben, zunehmend kritisiert und reformiert wurde. Die Banken haben sich verpflichtet, den LIBOR bis Ende 2021 schrittweise durch alternative Referenzzinssätze wie den "Secured Overnight Financing Rate" (SOFR) in den USA und den "Euro Short-Term Rate" (€STR) in der Europäischen Union zu ersetzen. Die Abschaffung des LIBOR wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf Finanzinstitute und Unternehmen weltweit haben, da Änderungen an bestehenden Verträgen, technischen Systemen und Risikomanagementstrategien erforderlich sein werden. Um die reibungslose Umstellung zu gewährleisten, haben Behörden und Regulierungsstellen in Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren des Finanzsektors umfassende Pläne und Richtlinien entwickelt. Eulerpool.com bietet Ihnen umfassende Informationen zum LIBOR und anderen relevanten Finanzthemen. Unser Ziel ist es, Investoren und Marktbeobachtern durch unsere umfangreiche Glossar-Datenbank eine fundierte Wissensbasis anzubieten. Wenn Sie mehr über den LIBOR und seine möglichen Auswirkungen erfahren möchten, besuchen Sie Eulerpool.com und nutzen Sie unser breites Angebot an Finanzinformationen und Ressourcen.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu LIBOR
Was bedeutet LIBOR?
Die "London Interbank Offered Rate" (LIBOR) ist ein wichtiger Referenzzinssatz, der unter Banken weltweit verwendet wird, um Kredite mit variablen Zinssätzen zu berechnen. Der LIBOR basiert auf den täglichen Einreichungen der bedeutendsten internationalen Banken beim British Bankers' Association in London.
Wie wird LIBOR beim Investieren verwendet?
„LIBOR“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich LIBOR in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „LIBOR“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei LIBOR?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „LIBOR“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit LIBOR?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „LIBOR“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Leserfavoriten im Eulerpool Börsenlexikon
Vollbeschäftigung
Vollbeschäftigung ist ein Konzept der makroökonomischen Theorie, das sich auf den Zustand bezieht, in dem alle verfügbaren Arbeitskräfte in einer Volkswirtschaft beschäftigt sind. Es gibt keine Arbeitslosigkeit in diesem Zustand...
Betriebsfinanzamt
Das Betriebsfinanzamt ist eine staatliche Institution, die für die steuerliche Abwicklung und Überwachung von Unternehmen und deren Finanzangelegenheiten zuständig ist. Es bildet einen wichtigen Bestandteil des deutschen Steuersystems und arbeitet...
Vorwärtsintegration
Vorwärtsintegration bezieht sich auf eine Strategie, bei der ein Unternehmen seine Wertschöpfungskette erweitert, indem es in Richtung der Lieferanten oder Vertriebskanäle voranschreitet. Diese Form der Integration ermöglicht es einem Unternehmen,...
Good Governance
Gute Unternehmensführung, auch bekannt als "Good Governance", bezieht sich auf den Prozess und die Praktiken, mit denen Unternehmen verantwortungsvoll und transparent geführt werden, um das Vertrauen der Investoren, Stakeholder und...
Geldwäschegesetz (GwG)
Das Geldwäschegesetz (GwG) ist ein bedeutendes deutsches Gesetz, das entworfen wurde, um die Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu bekämpfen. Es wurde erstmals im Jahr 1992 verabschiedet und in den darauffolgenden Jahren...
Fernsehkonferenz
"Fernsehkonferenz" ist ein Begriff, der in der Finanzwelt gelegentlich verwendet wird, um eine besondere Art von Konferenz oder Treffen zu beschreiben. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern "Fernsehen" und...
Versandkosten
Title: Versandkosten - Bedeutung, Auswirkungen und Berechnungen Introduction: In der Welt der Kapitalmärkte ist es für Investoren von entscheidender Bedeutung, über ein umfangreiches Wissen und Verständnis der relevanten Begriffe zu verfügen. In...
Kreditliste
Die Kreditliste ist ein wichtiges Instrument, das von Finanzinstituten wie Banken, Vermögensverwaltern und Investmentgesellschaften verwendet wird, um den Überblick über ihre Kreditportfolios zu behalten. Es handelt sich um eine umfassende...
SCM
SCM – Statische Kurs-Momentum-Methode Die statische Kurs-Momentum-Methode (SCM) ist eine quantitative Finanzanalysetechnik, die dazu dient, die Wertentwicklung von Wertpapieren anhand von statistischen Indikatoren zu bewerten. Die SCM-Methode basiert auf der Annahme,...
Hochzinsanleihen
Hochzinsanleihen sind Anleihen, die von Unternehmen mit schlechter Bonität oder hohem Ausfallrisiko ausgegeben werden. Aufgrund des erhöhten Risikos bieten Hochzinsanleihen höhere Zinssätze als Anleihen mit besserer Bonität. Dadurch sind sie...

