Lifo
Definition and Explanation
TL;DR – Brief Definition
Go to FAQs →Lifo: Die Lifo-Methode (Last In, First Out) ist eine Inventarkostenmethode, die bei der Bewertung von Beständen verwendet wird. Diese Methode beruht auf der Annahme, dass die zuletzt erworbenen Einheiten zuerst verkauft oder verbraucht werden. In anderen Worten: Die ältesten Einheiten bleiben im Lager, während die neuesten Einheiten zuerst abgegeben werden. Bei der Anwendung der Lifo-Methode werden die Kosten der zuletzt erworbenen Einheiten den verkauften oder verbrauchten Einheiten zugewiesen. Dies kann zu einer höheren Kostenbasis führen, da die neuesten Einheiten normalerweise zu höheren Anschaffungspreisen erworben werden. Somit resultiert die Lifo-Methode häufig in einer niedrigeren Gewinnmarge und einem niedrigeren steuerpflichtigen Einkommen. Die Lifo-Methode wird vor allem von Unternehmen in Branchen angewendet, in denen eine Preissteigerung bei den Bestandskosten zu beobachten ist. Eine solche Situation tritt oft auf, wenn die Inflation hoch ist oder wenn Rohstoffpreise steigen. Durch die Verwendung der Lifo-Methode können Unternehmen die Kostenbasis ihrer verkauften Produkte erhöhen und somit ihre steuerliche Belastung verringern. Es ist wichtig anzumerken, dass die Lifo-Methode in einigen Ländern, wie zum Beispiel Deutschland, nicht erlaubt ist. Stattdessen bevorzugen diese Länder die Anwendung der Fifo-Methode (First In, First Out). Bei der Fifo-Methode werden die Kosten der zuerst erworbenen Einheiten den verkauften oder verbrauchten Einheiten zugewiesen. Die Wahl zwischen der Lifo- und der Fifo-Methode hat Auswirkungen auf die Gewinnmargen, den steuerpflichtigen Gewinn, sowie die finanziellen Kennzahlen eines Unternehmens. Daher ist es wichtig, die unterschiedlichen Methoden zu verstehen und die geeignete Methode für jedes Unternehmen entsprechend den geltenden Rechnungslegungsstandards und der jeweiligen Branchenpraxis auszuwählen.
Detailed Definition
Frequently Asked Questions about Lifo
Was bedeutet Lifo?
Die Lifo-Methode (Last In, First Out) ist eine Inventarkostenmethode, die bei der Bewertung von Beständen verwendet wird. Diese Methode beruht auf der Annahme, dass die zuletzt erworbenen Einheiten zuerst verkauft oder verbraucht werden.
Wie wird Lifo beim Investieren verwendet?
„Lifo“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Lifo in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Lifo“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Lifo?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Lifo“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Lifo?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Lifo“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Favoritos dos Leitores no Dicionário da Bolsa Eulerpool
Rechtsbruch
Rechtsbruch ist ein Begriff aus dem deutschen Rechtssystem, der eine Verletzung oder einen Bruch des geltenden Rechts beschreibt. Im Kontext der Kapitalmärkte bezieht sich Rechtsbruch auf jegliche Handlungen oder Verhalten,...
Fondsstrategie
Die Fondsstrategie beschreibt eine langfristig ausgelegte Planung, die von einem Fondsmanager erstellt wird, um das Anlageziel des Fonds zu erreichen. Eine durchdachte Fondsstrategie ist unerlässlich, um langfristig eine positive und...
lineare Subventionsverkürzung
Die "lineare Subventionsverkürzung" bezieht sich auf einen Ansatz zur Verringerung staatlicher Subventionen oder finanzieller Unterstützungssysteme auf eine gleichmäßige oder proportionale Weise. Diese Methode wird oft angewendet, um den Einfluss von...
Wirtschaftlichkeitsprinzip
Das Wirtschaftlichkeitsprinzip, auch bekannt als Kosten-Nutzen-Prinzip, ist ein grundlegendes Konzept in den Kapitalmärkten, das von großer Bedeutung für Investoren ist. Es handelt sich um einen Leitfaden, der darauf abzielt, Entscheidungen...
Naturalienregister
Das Naturalienregister ist eine Buchführungsmethode zur Erfassung nicht-monetärer Transaktionen und Vermögenswerte in einem Unternehmen. Es wird häufig von Unternehmen und Finanzinstituten verwendet, um den Überblick über die erhaltenen Naturalien und...
Discrete-Choice-Theory
Die Diskrete-Wahl-Theorie ist ein ökonomisches Konzept, das die Entscheidungsprozesse von Individuen in einer Vielzahl von Situationen analysiert. Sie basiert auf der Annahme, dass Menschen ihre Entscheidungen auf der Grundlage von...
Siedlungsdichte
Siedlungsdichte beschreibt die Anzahl und Verteilung der Wohnsitze im Verhältnis zur Fläche einer bestimmten geografischen Region. In der Kapitalmarktforschung liefert die Siedlungsdichte wichtige Informationen über das Potenzial eines Gebietes, Gewinne...
Seed Capital
Seed Capital (englisch: Saatkapital) bezeichnet das anfängliche Investment, das ein Unternehmen erhält, um seine Geschäftsidee zu verwirklichen. Es handelt sich dabei um eine Form der Frühphasenfinanzierung, bei der Investoren Kapital...
Stuttgarter Verfahren
Stuttgarter Verfahren bezeichnet eine spezifische Methode der Bewertung von Lebensversicherungsverträgen. Dieses Verfahren wurde erstmals in Stuttgart entwickelt und wird daher als Stuttgarter Verfahren bezeichnet. Es ist Teil des sogenannten "stochastischen...
finanzielles Gleichgewicht
Finanzielles Gleichgewicht ist ein grundlegender Begriff in der Finanzwelt, der das Ziel jedes Unternehmens oder einer Volkswirtschaft beschreibt, in dem Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sind. Es repräsentiert den Punkt, an...

