Disintermediation
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Disintermediation: Disintermediation, auch als Desintermediation bekannt, ist ein Begriff, der in den Kapitalmärkten weit verbreitet ist. Es bezieht sich auf einen Prozess, bei dem Finanzintermediäre, wie Banken oder Broker, umgangen werden, um direkte Transaktionen zwischen Investoren und Emittenten von Wertpapieren zu ermöglichen. Dieser Begriff hat in den letzten Jahren aufgrund des technologischen Fortschritts und der Verbreitung von Online-Handelsplattformen an Bedeutung gewonnen. Die Disintermediation wird oft als Reaktion auf die ineffektive Vermittlung und hohen Kosten von traditionellen Finanzintermediären angesehen. Durch den Einsatz elektronischer Handelssysteme und Online-Plattformen können Investoren direkten Zugang zu den Märkten erhalten, ohne auf Banken oder Broker angewiesen zu sein. Dies ermöglicht es den Investoren, Transaktionskosten zu senken und potenziell attraktivere Handelsbedingungen zu erhalten. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Disintermediation liegt in der Demokratisierung des Zugangs zu Finanzmärkten. Durch den Wegfall von Intermediären werden die Märkte für eine breitere Palette von Anlegern zugänglich, einschließlich privater Investoren, die zuvor von traditionellen Finanzintermediären ausgeschlossen waren. In Bezug auf verschiedene Finanzinstrumente kann Disintermediation unterschiedliche Auswirkungen haben. Im Aktienmarkt beispielsweise kann sie sich auf den Direktkauf von Aktien von Unternehmen beziehen, anstatt sie über einen Broker zu erwerben. Im Anleihenmarkt kann Disintermediation bedeuten, dass Unternehmen direkt Anleihen bei Investoren platzieren, anstatt diese über Banken zu emittieren und zu verkaufen. Ein wichtiger Trend, der die Disintermediation vorantreibt, ist die Entwicklung von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Kryptowährungen wie Bitcoin ermöglichen es den Nutzern, Transaktionen direkt und sicher abzuwickeln, ohne auf traditionelle Finanzintermediäre angewiesen zu sein. Dies hat zu kontroversen Diskussionen über die Rolle und die Zukunft von Banken und anderen Finanzintermediären geführt. Insgesamt bietet die Disintermediation viel Potenzial für eine effizientere, kostengünstigere und demokratische Interaktion zwischen Investoren und Emittenten von Wertpapieren. Obwohl die Entwicklung fortschreitet, besteht weiterhin die Notwendigkeit, regulatorische Herausforderungen anzugehen und die Sicherheit und Integrität der Märkte zu gewährleisten. Unternehmen wie Eulerpool.com spielen eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Plattformen und Ressourcen für Investoren, um fundierte Entscheidungen zu treffen und von der Disintermediation zu profitieren.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Disintermediation
Was bedeutet Disintermediation?
Disintermediation, auch als Desintermediation bekannt, ist ein Begriff, der in den Kapitalmärkten weit verbreitet ist. Es bezieht sich auf einen Prozess, bei dem Finanzintermediäre, wie Banken oder Broker, umgangen werden, um direkte Transaktionen zwischen Investoren und Emittenten von Wertpapieren zu ermöglichen.
Wie wird Disintermediation beim Investieren verwendet?
„Disintermediation“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Disintermediation in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Disintermediation“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Disintermediation?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Disintermediation“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Disintermediation?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Disintermediation“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Favoritos dos Leitores no Dicionário da Bolsa Eulerpool
Folk-Theoreme
Das Konzept der Folk-Theoreme ist ein grundlegender Bestandteil der Spieltheorie, insbesondere in der Untersuchung von wiederholten Spielen. Es handelt sich um eine Reihe von theoretischen Ergebnissen, die besagen, dass in...
Betriebsverlust
Definition of "Betriebsverlust": Der Begriff "Betriebsverlust" bezieht sich auf die finanzielle Situation eines Unternehmens, wenn die gesamten Aufwendungen höher sind als die Einnahmen aus dem operativen Geschäft. Ein Betriebsverlust tritt auf,...
Technologiemarketing
Technologiemarketing Technologiemarketing beschreibt die Anwendung von Marketingstrategien und -methoden auf Produkte und Dienstleistungen aus dem Bereich der Technologie. Es konzentriert sich speziell auf den Markt für technologieintensive oder fortschrittliche Produkte, bei...
Fahrerflucht
Fahrerflucht ist ein rechtlicher Begriff, der sich auf die Handlung einer Person bezieht, die nach einem Verkehrsunfall vom Unfallort flieht, ohne ihre Identität preiszugeben oder die erforderlichen Schritte zur Unterstützung...
verbundene Produktion
Die verbundene Produktion ist ein Konzept, das in der Wirtschaft angewandt wird, um die Effizienz und Rentabilität in Unternehmen zu steigern. Es bezieht sich auf die Art und Weise, wie...
technologische Konkurrenzanalyse
Technologische Konkurrenzanalyse Die technologische Konkurrenzanalyse ist ein strategisches Instrument, das von Unternehmen im Rahmen der Kapitalmärkte angewendet wird, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihren Marktanteil zu erhöhen. Diese Analyse bezieht...
Vorlagezinsen
Vorlagezinsen sind ein Begriff, der in der Finanzwelt verwendet wird, um den Referenzzinssatz zu beschreiben, der von Zentralbanken festgelegt wird. Diese Zinsen dienen als Grundlage für die Kalkulation von Zinssätzen...
internationale Kommunikationspolitik
Die internationale Kommunikationspolitik bezieht sich auf die Strategien und Taktiken, die von Unternehmen angewendet werden, um effektive und relevante Kommunikationsbotschaften an ihre Zielgruppen in verschiedenen Ländern und Kulturen zu senden....
Dreimeilenzone
Die Dreimeilenzone ist ein Begriff aus dem Bereich der Wertpapiermärkte, insbesondere im Zusammenhang mit Aktien. Es handelt sich um eine metaphorische Referenz, die die Signifikanz einer bestimmten Preisschwelle hervorhebt. Im Wesentlichen...
Stichprobeninventur
Die Stichprobeninventur ist eine Methode zur Bestandsbewertung, die bei verschiedenen Arten von Investitionen und Vermögenswerten angewendet werden kann. Bei dieser Inventurtechnik wird eine repräsentative Teilmenge eines Bestands oder Portfolios untersucht,...

