Externalität
Definition und Erklärung
TL;DR – Kurzdefinition
Zu den FAQs →Externalität: Eine Externalität bezieht sich in der Wirtschaft auf die Auswirkungen einer wirtschaftlichen Aktivität, die sich auf Personen oder Unternehmen auswirken, die nicht unmittelbar an dieser Aktivität beteiligt sind. Diese Auswirkungen können positiv oder negativ sein und können individuelle, lokale, regionale oder sogar globale Bereiche betreffen. Externalitäten können sowohl auf Märkten für Güter und Dienstleistungen als auch auf Finanzmärkten auftreten und haben beträchtliche Bedeutung für Investoren in den Kapitalmärkten. Positive Externalitäten treten auf, wenn eine wirtschaftliche Aktivität Vorteile für andere Parteien generiert, ohne dass diese dafür bezahlen müssen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist die Installation einer Solaranlage auf einem Haus. Während der Hausbesitzer den direkten Nutzen der billigeren Stromerzeugung erhält, profitieren auch die Nachbarn von einer reduzierten Umweltbelastung und der nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energieressourcen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Negative Externalitäten hingegen entstehen, wenn eine wirtschaftliche Aktivität Kosten oder Schäden für Dritte verursacht, die nicht in den Preisen berücksichtigt werden. Ein klassisches Beispiel wäre die Luftverschmutzung durch Industrieunternehmen. Während das Unternehmen seine Kosten minimiert, indem es nicht in umweltfreundlichere Technologien investiert, werden die Kosten der Umweltverschmutzung auf die Allgemeinheit abgewälzt. Investoren in den Kapitalmärkten sollten Externalitäten sorgfältig analysieren, da diese Auswirkungen erhebliche finanzielle Risiken oder Chancen mit sich bringen können. Bei der Bewertung von Unternehmen sollten Investoren nicht nur die unmittelbaren finanziellen Auswirkungen berücksichtigen, sondern auch die möglichen Externalitäten einbeziehen. Unternehmen, die in der Lage sind, positive Externalitäten zu generieren und negative Externalitäten zu reduzieren, haben möglicherweise langfristig einen Wettbewerbsvorteil und können für langfristig orientierte Investoren attraktiv sein. Die Quantifizierung von Externalitäten kann jedoch eine Herausforderung darstellen, da sie oft nicht leicht messbar oder in finanzielle Kennzahlen umwandelbar sind. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Investoren die Rahmenbedingungen und unterschiedlichen externen Faktoren verstehen, die möglicherweise Einfluss auf die langfristige Rentabilität eines Unternehmens oder eines Investments haben können. Das Eulerpool-Glossar bietet Investoren einen detaillierten Einblick in den Begriff Externalität sowie viele andere relevante Fachbegriffe aus den Bereichen Aktien, Kredite, Anleihen, Geldmärkte und Kryptowährungen. Mit unserem umfassenden Glossar können Investoren ihr Verständnis vertiefen und fundierte Entscheidungen auf den Kapitalmärkten treffen. Werfen Sie einen Blick auf Eulerpool.com und entdecken Sie die effektivste Ressource für Anleger und Finanzexperten.
Ausführliche Definition
Häufig gestellte Fragen zu Externalität
Was bedeutet Externalität?
Eine Externalität bezieht sich in der Wirtschaft auf die Auswirkungen einer wirtschaftlichen Aktivität, die sich auf Personen oder Unternehmen auswirken, die nicht unmittelbar an dieser Aktivität beteiligt sind. Diese Auswirkungen können positiv oder negativ sein und können individuelle, lokale, regionale oder sogar globale Bereiche betreffen.
Wie wird Externalität beim Investieren verwendet?
„Externalität“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Externalität in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Externalität“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Externalität?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Externalität“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Externalität?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Externalität“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Favoritos de los lectores en el Börsenlexikon de Eulerpool
Zinsgefälle
Zinsgefälle ist ein Fachbegriff aus dem Bereich der Finanzmärkte und bezieht sich auf die Zinsdifferenz zwischen zwei unterschiedlichen Finanzinstrumenten oder Märkten. Es beschreibt den Unterschied zwischen den Zinssätzen von zwei...
Einfallsklasse
Einfallsklasse ist ein Begriff aus dem Bereich der Kapitalmärkte, der speziell für die Analyse und Klassifizierung von Anlagestrategien verwendet wird. In der Finanzwelt bezieht sich der Begriff auf die Einteilung...
Ökolabel
Das Ökolabel ist ein Symbol oder eine Kennzeichnung auf Produkten und Dienstleistungen, die den Verbrauchern signalisiert, dass diese auf umweltfreundliche und nachhaltige Weise hergestellt wurden. Es wird verwendet, um den...
Anlageklasse
Die Anlageklasse ist ein wichtiger Begriff für Investoren in den Kapitalmärkten. Es bezieht sich auf eine Gruppe von Anlageinstrumenten, die ähnliche Merkmale aufweisen und als Ganzes analysiert werden können. Jede...
Audience-Effekt
Der Begriff "Audience-Effekt" bezieht sich auf das Phänomen, bei dem das Verhalten oder die Leistung einer Person durch die bloße Anwesenheit anderer beeinflusst wird. Dieser Effekt ist weit verbreitet und...
Marktstruktur
Marktstruktur ist ein Begriff, der in den Kapitalmärkten verwendet wird, um die Organisation und Dynamik des Marktes selbst zu beschreiben. Es bezieht sich auf die Gesamtheit der Faktoren, die die...
wertaufhellende Tatsachen
Wertaufhellende Tatsachen (literal translation: value-illuminating facts) is a critical concept in the realm of capital markets and often employed in the evaluation and analysis of investments, particularly in stocks, loans,...
Wanderung
Die Wanderung ist ein Begriff, der in den Kapitalmärkten, insbesondere im Bereich der Anleihen, Verwendung findet. Diese finanzielle Transaktion bezieht sich auf den Austausch eines oder mehrerer festverzinslicher Wertpapiere mit...
Splitting-Verfahren
Das Splitting-Verfahren ist eine Methode zur Aufteilung oder Auflösung von Vermögenswerten oder Schulden bei Transaktionen im Finanzbereich. Es wird häufig bei Fusionen, Übernahmen oder Börsengängen angewendet, um die Verteilung von...
Dividendenrendite
Die Dividendenrendite ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung von Aktien und gibt Aufschluss über die Rendite, die ein Anleger aus Dividendenzahlungen erzielen kann. Sie wird berechnet, indem die jährliche Dividende...

