Contingent Capital
Definition and Explanation
TL;DR – Brief Definition
Go to FAQs →Contingent Capital: Contingent Capital (bedingtes Kapital) ist eine spezielle Form von Finanzinstrumenten, die von Finanzinstitutionen ausgegeben werden, um ihr Kapitalbasis zu stärken und ihre Fähigkeit zur Bewältigung unvorhergesehener Verluste zu verbessern. Es handelt sich dabei um eine Art von Hybridinstrument, das sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapitalelemente aufweist und speziell entwickelt wurde, um bei Bedarf in Eigenkapital umgewandelt zu werden. Die Emission von bedingtem Kapital wird in der Regel durch bestimmte vom Emittenten festgelegte Trigger-Mechanismen oder Ereignisse ausgelöst. Diese Auslöser können sowohl allgemeine Ereignisse sein, die den gesamten Markt oder bestimmte Branchen betreffen, als auch spezifische Ereignisse, die das Unternehmen individuell betreffen. Beispiele für solche Auslöser können sein: Verluste aufgrund von Kreditrisiken, die Verletzung bestimmter Finanzkennzahlen oder regulatorische Anforderungen. Bedingtes Kapital kann in Form von Wandelanleihen, Optionsscheinen, Vorzugsaktien oder anderen Hybrideigentumsrechten ausgegeben werden. Diese Instrumente geben den Emittenten die Flexibilität, bei Bedarf zusätzliches Kapital zu beschaffen, ohne die bestehenden Aktionäre zu verwässern. Bei Auslösung des Ereignisses oder des Triggers werden die Investoren entweder in Eigenkapital umgewandelt oder ihre Ansprüche werden in Kapitalinstrumente umgewandelt. Die Verwendung von bedingtem Kapital kann für Investoren vorteilhaft sein, da sie die Möglichkeit haben, in das Unternehmen zu investieren und gleichzeitig von den Erträgen aus festen Zinszahlungen zu profitieren. Zudem ermöglicht die Flexibilität der Kapitalumwandlung eine bessere Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen und eine erhöhte Stabilität des Finanzsystems. Insgesamt bietet bedingtes Kapital Finanzinstitutionen eine risikoabsorbierende Möglichkeit, ihre Kapitalbasis zu erhöhen und mögliche potenzielle Verluste zu bewältigen. Es ist ein innovativer Ansatz, der dazu beiträgt, die Stabilität und Solidität des Finanzsystems insgesamt zu stärken und die Widerstandsfähigkeit der Institutionen gegenüber unvorhergesehenen Herausforderungen zu verbessern.
Detailed Definition
Frequently Asked Questions about Contingent Capital
Was bedeutet Contingent Capital?
Contingent Capital (bedingtes Kapital) ist eine spezielle Form von Finanzinstrumenten, die von Finanzinstitutionen ausgegeben werden, um ihr Kapitalbasis zu stärken und ihre Fähigkeit zur Bewältigung unvorhergesehener Verluste zu verbessern. Es handelt sich dabei um eine Art von Hybridinstrument, das sowohl Eigenkapital- als auch Fremdkapitalelemente aufweist und speziell entwickelt wurde, um bei Bedarf in Eigenkapital umgewandelt zu werden.
Wie wird Contingent Capital beim Investieren verwendet?
„Contingent Capital“ hilft dabei, Informationen einzuordnen und Entscheidungen an der Börse besser zu verstehen. Wichtig ist immer der Kontext (Branche, Marktphase, Vergleichswerte).
Woran erkenne ich Contingent Capital in der Praxis?
Achte darauf, wo der Begriff in Unternehmensberichten, Kennzahlen oder Nachrichten auftaucht. In der Regel wird „Contingent Capital“ genutzt, um Entwicklungen zu beschreiben oder Größen vergleichbar zu machen.
Welche typischen Fehler gibt es bei Contingent Capital?
Häufige Fehler sind: falscher Vergleich (Äpfel mit Birnen), isolierte Betrachtung ohne Kontext und das Überinterpretieren einzelner Werte. Nutze „Contingent Capital“ zusammen mit weiteren Kennzahlen/Infos.
Welche Begriffe sind eng verwandt mit Contingent Capital?
Ähnliche Begriffe findest du weiter unten unter „Leserfavoriten“ bzw. verwandten Einträgen. Diese helfen, „Contingent Capital“ besser abzugrenzen und im Gesamtbild zu verstehen.
Favoritos de los lectores en el Börsenlexikon de Eulerpool
EU-Forschungspolitik
Die EU-Forschungspolitik bezieht sich auf die politischen Strategien, Programme und Initiativen der Europäischen Union (EU) im Bereich der Forschung und Entwicklung (FuE). Sie hat das Ziel, die europäische Forschungskapazität zu...
Streuplan
Title: Streuplan - Der wegweisende Leitfaden für eine intelligente Diversifikation von Investitionen Description: Der Streuplan ist ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreichen Investmentportfolios, da er die Strategie zur intelligenten Diversifikation von Investitionen definiert....
Genossenschaftswesen
Genossenschaftswesen ist ein Begriff aus der Finanzwelt, der das besondere Merkmal einer Wirtschaftsform beschreibt, bei der Menschen sich zusammenschließen, um gemeinschaftlich wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Es handelt sich um eine...
internationale Managemententwicklung
Internationale Managemententwicklung bezieht sich auf den Prozess der systematischen Förderung von Fähigkeiten und Kompetenzen von Führungskräften, um ihnen zu ermöglichen, effektiv in einer globalisierten Geschäftsumgebung zu agieren. Als integraler Bestandteil...
Metaheuristik
Die Metaheuristik ist ein innovativer Ansatz zur Lösung von komplexen Optimierungsproblemen in den Kapitalmärkten. Basierend auf heuristischen Verfahren nutzt die Metaheuristik intelligente Suchalgorithmen, um die bestmögliche Lösung in Echtzeit zu...
Verlaufsanalyse
Die Verlaufsanalyse ist eine Methode zur Bewertung von Wertpapieren anhand historischer Preis- und Volumendaten. Sie wird von Investoren verwendet, um Trends und Muster in der Kursentwicklung zu identifizieren und daraus...
Neuheit
Neuheit (englisch: novelty), in Bezug auf die Kapitalmärkte, bezeichnet die Einführung eines neuen Finanzprodukts, einer Anlagestrategie oder einer technologischen Innovation, die potenziell massive Auswirkungen auf die Marktlandschaft haben kann. Als...
Pensionsfonds
Ein Pensionsfonds ist eine geschlossene institutionelle Einrichtung, die von Arbeitgeberbeiträgen und gegebenenfalls Arbeitnehmerbeiträgen finanziert wird und das Ziel verfolgt, Kapital für die Altersvorsorge der Mitarbeitenden anzusammeln. Der Pensionsfonds ist daher...
Application Service Provider
Application Service Provider (ASP) ist ein Begriff aus dem Bereich der Informationstechnologie (IT) und bezieht sich auf ein Unternehmen, das Anwendungen über das Internet oder ein Unternehmensnetzwerk bereitstellt. Als zentraler...
Fernbuchstelle
Beschreibung: Fernbuchstelle Die Fernbuchstelle ist ein entscheidender Begriff im Bereich der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf den Handel mit Wertpapieren. Als Fachbegriff bezeichnet sie eine Kontaktstelle oder ein Fernsprechamt, das für...

